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Franziska.ch > Jakobsweg > Schweiz > 22. März Huttwil - Burgdorf





"Nach dem Frühstück in dieser reizenden Herberge...oh, dass war vielleicht eine Spelunke! Grossmami würde sie als sehr zweideutig bezeichnen. Jedenfalls bin ich wieder mit dem Zug nach Dürrenroth gefahren und da losgelaufen. Es war ganz friedlich und wieder das schöne Wetter. Wieder wegen dem Lothar musste ich ein paar kleinere Umwege machen oder über Bäume steigen. So verlor ich ein paarmal den Weg, fand ihn aber meisst gleich wieder. Nach etwa 2 1/2 Stunden kam ich zur Lueg hinauf, wo ein riesiges Denkmal irgendwelcher gefallener Kavalleristen steht. Da habe ich eine Pause gemacht. Ich liess mir die Sonne ins Gesicht scheinen, genoss die Aussicht und dachte, dass es wohl nichts schöneres gibt. Ich war einfach völlig zufrieden und überglücklich. Danach gings wieder abwärts und darüber rede ich nicht.
Der heutige Salat war eine Frechheit, sorry, dass ich das jetzt sagen muss.

Diese Gegend hier finde ich einfach echt wunderschön. Vielleicht liegt es ja auch an der Sonne, dass alles so schön aussieht. Hier könnte ich tagelang laufen.
Vor Burgdorf ist der Weg dann zwischen so Sandstein-Felswänden durchgegangen. In Burgdorf habe ich mir wieder eine Übernachtung gesucht und erstmal geduscht. Nachher ging ich das Städtchen erkundschaften und holte mir einen Stempel. In einer Gartenbeiz liess ich mich wieder von der Sonne bescheinen und dachte wieder, wie schön ich es doch habe. Vor dem Z'nacht war ich noch 1 1/2 Stunden im Internetcafé und mailte mal den wichtigsten. Und jetzt sitze ich hier und habe immernoch Hunger, weil der Salat für 9.50 wirklich mikrig war! Jawohl! Als ich im Städtchen auf und ab gegangen bin, habe ich mir gedacht, dass meine Probleme vielleicht doch vom Rucksack stammen. In Fribourg werde ich ihn markant leichter machen. Ich bin näHmlich sehr gerne unterwegs und hätte echt keine Lust, nach Hause gehen zu müsse, weil mir die Knie weh tun.

Jetzt hat mir grad der Herr an meinem Tisch den Salat bezahlt. Hab' ein wenig mit ihm geredet. Er ist Künstler, oder so, und gestaltet das Schulhaus Oberzil in St.Gallen neu."